
(gängiger Spruch von Islandtouristen, wenn sie sich wieder einmal sehr über Land & Leute wundern müssen...)
Páll Arason ist ein sympathischer alter Herr, der sommers im Norden Islands in seinem Haus ohne Elektrizität lebt. Die Winter verbringt er, wenn nicht auf Gran Canaria, in Akureyris Jugendherberge. Páll blickt auf 83 Lebensjahre zurück und erinnert sich z. B. gern an seine Pionierzeit, als er in den Vierzigern damit begann, Touristen erstmals in einem Bus durch das bis dahin nur zu Pferde durchquerbare isländische Hochland zu fahren. Stolz ist er auch auf die 3000 Bäume, die er an seinem Wohnort angepflanzt hat - mehr als ein Drittel davon leben noch!
Jeder in Island kennt den alten Páll (sprich: Pautl). Nun ist er, im hohen Alter, auch noch zu Weltruhm gelangt - mit seinem Penis. 1997 geisterten Meldungen durch die Medien, denen zufolge er das gute Stück dem "redursafn" in Reykjavík vermacht hat, dem vermutlich einzigen Penismuseum der Welt. Der Lehrer Sigurdur Hjartarsson (einer von Islands immerhin drei Penis-Sammlern) hat dort Penisse sämtlicher in und um Island vorkommender Säugetierarten ausgestellt. Einzig die Gattung homo sapiens ist bislang nicht vertreten. Doch diese Lücke soll nun geschlossen werden. Páll hat alles testamentarisch geregelt und auch einen Chirurgen gefunden, der die postmortale Kastration vornehmen will.
Penisforscher und phallophile Touristen können den letzten Baum, den Páll verpflanzen will, dann im redursafn im Laugavegur 24 in Reykjavík besichtigen. Bis dahin seien ihm noch viele und vor allem gute Lebensjahre vergönnt!